Die auf einer Anhöhe gelegene Pfarrkirche St. Antonius in Wangs trägt ein heute sechsstimmiges Geläut, welches weit über das Tal und das Sarganserland hinaus zu vernehmen ist. Das klassische H-Dur-Akkord-Geläute von 1881 (Grassmayr in Feldkirch) wurde 2001 von Rüetschi durch zwei Glocken mit den Tönen gis’ und ais’ ergänzt. Sie fanden gerade noch Platz im alten Holzglockenstuhl und bereichern seither – auch dank einer differenzierten Läuteordnung – das bestehende Geläute massgeblich. 2024 wurde die Anlage einer Sanierung durch Rüetschi unterzogen. Hierbei ersetzte man die teilweise noch alten Birnenklöppel durch neue, leichtere Rüetschi-Klöppel. Auch die Klöppel der neuen Glocken von 2001 wurden bereits wieder ausgetauscht. Die Jochbeschläge, Lager, Antriebe und Steuerung wurden ebenfalls revidiert, sodass heute ein angenehmes und schwungvolles Geläut aus dem Turm von St. Antonius erklingt.
Manuel Sestito, Glockenforscher